Sieben Quellen Markt Heidenheim

Karl Zapf schrieb 1906 in seiner geschichtlichen Betrachtung zu den „Sieben Quellen“:

„Ein anderer schöner Punkt liegt im Zeckenholz, die sogenannten „Sieben Quellen“.
Ein herrlich gelegenes idyllisches Plätzchen.
Der Forstgehilfe Kalb und dann vor allen der Amtsgerichtssekretär Wirth machten aus dieser Waldstelle einen gern gesuchten Punkt;
sie errichteten ein Bassin, bauten einen Pavillon und verschönten das ganze durch gärtnerische Anlagen. (1891)
Nach der Versetzung beider Herren trat eine Vernachlässigung der weiteren Unterhaltung ein und die Folge war ein fast vollständiger Ruin des mühevoll Geschaffenen.

Dem im Jahre 1902 durch Oberlehrer Karl Zapf ins Leben gerufene Verschönerungsverein (heute Heimatverein Heidenheim e.V.) war es vorbehalten, diesen Platz wieder auszubauen.
Er tat dies auch mit ganz besonderer Aufmerksamkeit: Der Pavillon wurde repariert, das Bassin ausgebaut und mit Springbrunnen versehen.
Verschiedene Tische und Bänke rundeten das Bild ab.“

Daraufhin wurden die "Sieben Quellen" wiederholt im "Altmühl-Boten" als „recht erstrebenswertes Ziel“ angepriesen, oder als „das idyllische Waldplätzchen der Sieben Quellen, wo sich in einer Talmulde sieben Quellen zu einem plätschernden Bächlein vereinen und eine Anzahl von Ruhebänken den Aufenthalt angenehm gestalten“ beschrieben.

Vier Jahre später wurden die Quellen neu gefasst und durch Erhöhung der Staumauer der Teich erweitert.

Auch in den Jahren 1975, 1982 und 1988 führte der Heimatverein zum Teil umfangreiche Maßnahmen zur Erhaltung der Anlage durch.

Im Jahr 1990 verwüstete der Orkan "Wiebke" die Schutzhütte;
neunzehn Jahr später fiel sie menschlichem Vandalismus zum Opfer.

Trotz der zahlreichen Einsätze für die Unterhaltung und Reinigung der Anlage wurde 2014 eine Generalsanierung unumgänglich.

Dabei wurden die Handläufe komplett erneuert, der Steg über den Bach saniert und die steinerne Treppe neu gesetzt.

Der stark verschlammte Teich wurde gereinigt und mit Wassersteinen neu befestigt.

Die aufwendigste Maßnahme war jedoch der Neubau der Schutzhütte. Hierbei orientierte man sich an den historischen Vorgängerbauten.

Die feierliche Einweihung der neuen „Jakobus-Schutzhütte“ erfolgte im Juli 2014.

Dadurch ist das Naturparadies Hahnenkamm nun wieder um ein attraktives Wanderziel inmitten einer Oase der Ruhe reicher.

Infolge dessen sind heute die „Sieben Quellen“ Bestandteil des Jakobusweges.